Mitgliederversammlung 2020

Donnerstag 15. Oktober 2020

Weißenhorn, Saal des Christophorushauses, Bahnhofstrasse 11a

Beginn 19 Uhr

Die Jahresversammlung war wegen der Corona-Pandemie vorab auf vierzig Teilnehmer begrenzt. 33 Mitglieder hatten sich angemeldet, einige Entschuldigungen waren eingegangen. Letztendlich erschienen 23 Mitglieder. Siehe Liste im Anhang

Top 1: Bericht des Vorsitzenden – Gedenken

Ulrich Hoffmann begrüßt die Versammlung und bittet, sich zum Totengedenken zu erheben.

Der Vorsitzende bedankt sich für die „stets enorm ansprechende“ Zusammenarbeit im Museumsverein und erklärt, dass man mit den Gremien der Stadt „immer sehr im Konsens“ sei.

Auch wenn das Museum derzeit geschlossen ist, „passiert sehr viel“, sagt Ulrich Hoffmann und bedankt sich sehr herzlich bei Museumsleiter Dr. Matthias Kunze für sein Engagement in Sachen Erweiterung und Ausbau des Museums und bei Dr. Yvonne Schülke und ihrem Team für die rege Depotarbeit.

Die zwingend notwendigen Sanierungs- und Renovierungsmaßnahmen im ehemaligen Waaghaus, im Oberen Tor und dem alten Rathaus schreiten voran. Dass die Maßnahmen rechtzeitig in das Förderprogramm des Landes aufgenommen wurden, ist Claudia Graf-Rembold zu verdanken.

Ulrich Hoffmann ist zuversichtlich, dass der Stadtrat den Plänen eines Architekturbüros aus Augsburg zustimmen wird. Sie sehen vor, dass beide Gebäude bis auf den Turm barrierefrei begehbar sind. Einen gläsernen Aufzug im Innenhof des Tores - wie ursprünglich angedacht - wird es nicht geben.

Noch in diesem Jahr soll die Konzeption der Dauerausstellung an ein Designbüro vergeben werden. Dabei sollen die Inhalte der Dauerausstellung „in Treue zu den letzten einhundert Jahren des Museums und der langjährigen Museumsarbeit von Wolfgang Ott“ stehen, so der Vorsitzende.

Ulrich Hoffmann beglückwünscht Wolfgang Ott MA zu seiner neuen Aufgabe als Kreisheimatpfleger im Landkreis Günzburg.

Burkhard Günther inventarisiert ehrenamtlich die historischen Stadtpläne im Archiv. Dafür herzlichen Dank!

Das Buch „Franz Martin Kuen 1719-1771“ wird eventuell in diesem Jahr noch gedruckt. (Anton Konrad Verlag, 34.80 Euro)

Top 2: Bericht der Schriftführerin

Seit der Mitgliederversammlung im Mai letzten Jahres sind vier Protokolle von Vorstands- und Beiratssitzungen für Juli und Dezember 2019 sowie Januar und Oktober 2020 verfasst worden.

Top 3: Bericht der Kassiererin

Johanna Klasen verliest ausführlich den Kassenbericht. Der Verein steht gut da.

Aktuell hat der Verein 293 Einzelmitgliedschaften. Es gab neun Beitritte und zwölf Austritte, davon sechs Kündigungen und sechs Verstorbene.

Top 4: Bericht der Kassenprüfer

Alfred Haas und Franz Xaver Mayershofer haben am 20. März 2020 die Unterlagen vollständig geprüft. Die Belege seien „nahezu lückenlos, ordnungsgemäß und zuverlässig geführt“, so Alfred Haas. Er empfiehlt die Entlastung der Kassiererin und der Vorstandschaft.

Top 5: Entlastung der Kassiererin und der Vorstandschaft

Kassiererin und Vorstand sind einstimmig entlastet. (Enthaltung Kassiererin und Vorstand)

Top 6: Museumspädagogik

Die Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche in den Räumlichkeiten des Museums und der Kringel-Werkstatt sind derzeit nicht durchführbar.

Vorträge und Stadtgänge sollen weiterhin angeboten werden, um dem Bildungsauftrag des Museums auch während der Schließung gerecht zu werden.

Top 7: Abteilung KUKULIMU

Das Neujahrskonzert „la donna e mobile“ ist für den 23. Januar 2021 in der alten Stadthalle geplant.

Aus Anlass des 80. Geburtstages des Weißenhorner Komponisten Wilfried Hiller, eines Schülers von Carl Orff, soll im Herbst 2021 in Zusammenarbeit mit der Musikschule ein Kinderkonzert stattfinden.

Luise Keck lädt zu einer Veranstaltung zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus, am 27. Januar 2021 ein.

Die Veranstaltungen werden rechtzeitig auf der Homepage der Stadt und des Museums und im Stadtanzeiger angekündigt.

Top 8: Bericht des Museumsleiters

Museumsleiter Dr. Matthias Kunze ist krankheitsbedingt nicht anwesend und wird im Jahresbrief einen ausführlichen Bericht veröffentlichen.

Dr. Yvonne Schülke berichtet von der Inventarisierung und der Auslagerung der Dauerausstellung sowie des ehemaligen Depots im Dachgeschoss des Museums.

Ende Januar 2020 war der Umzug mit Hilfe des städtischen Bauhofes und mehreren Fachfirmen in die zum Interimsdepot ertüchtigten Räumlichkeiten im alten Feneberg abgeschlossen. Ein besonderer Dank geht an Herrn Weiss und die vielen freiwilligen Helfer aus dem Verein!

Die Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern hatte die Maßnahme finanziell unterstützt.

Seit März 2020 sind zur Mitarbeit im Depot die Kunsthistorikerin Stefanie Warkus und seit Oktober über den Bundesfreiwilligendienst Christof Sandreuther in Teilzeit angestellt.

Die Bestände des Museums werden seit Ende 2018 inventarisiert. Bis dato sind 8.000 Objekte nach- und neuinventarisiert und rund 13.000 Objektfotos in das Inventarisierungsprogramm VINO eingestellt. Das digitale Inventar enthält aktuell 9.000 Datensätze und 14.500 Fotos.

Die Ernst von Siemens-Kunststiftung förderte zu einhundert Prozent die Restaurierung des Hochzeitsgewands der Gräfin Euphemia Fugger.

Das Museum und der Verein sind über die Webseiten und Facebook gut vernetzt; seit Februar 2020 auch bei Instagram mit bald 600 virtuellen Museumsbesuchen.

Am Internationalen Museumstag hatte sich das Museum digital mit vier Kurzfilmen präsentiert.

Rund siebzig kleine Tonfiguren aus der Familienkrippe Fluom gelangten kürzlich in den Besitz des Museums.

Top 9: Aktuelles zum Franz-Martin-Kuen-Jahr

Der Franz-Martin-Kuen-Preis mit dem Motto „Gesichtsverlust“ ist für Ende Juni/Anfang Juli 2021 im Neuffen-Schloss geplant. Die Einladung dazu geht Mitte November heraus.

Die Venedig-Reise mit Ulrich Hoffmann und Dr. Matthias Kunze anlässlich des 250jährigen Todesjahres von Franz Martin Kuen wird erst im Herbst 2022 angeboten.

Top 10: Zwischenstand und Aussichten Bachenen-Projekt

Johanna Klasen berichtet über das Bachenen-Projekt und bedankt sich bei ihren Mithelfern. Von den zweihundert im Depot gelagerten Tonmodelfiguren sind in den letzten Wochen circa vierzig Objekte und eine neue Figur abgeformt, tausendfach vervielfältigt und teilweise bemalt worden. Eine Auswahl liegt zur Ansicht bereit.

Die Bachenen sollen noch vor Weihnachten zum Verkauf angeboten werden. Da der Weihnachtsmarkt dieses Jahr nicht stattfinden wird, eventuell auf dem Samstagsmarkt, in Läden oder bei einer Veranstaltung im Claretiner-Kolleg.

Top 11: Vorsichtiger Ausblick auf die letzten Monate 2020 und auf 2021

Ende Oktober ist ein Termin mit der Presse anberaumt.

Mitte Dezember geht der Jahresbrief mit dem Jahrbuch des Landkreises an die Mitglieder.

Das Weihnachtsessen für die Aufsichten und Mitarbeiter des Depots kann aus gegebenem Anlass nicht stattfinden.

Top 12: Sonstiges

Wolfgang Ott wünscht sich seitens des Vereins mehr Aufmerksamkeit und aktives Intervenieren zu „nicht vertretbaren“ und gar „skandalösen“ Geschehnissen im Stadt - und Landkreis. (Beispiel Abbrucharbeiten der Decke im ehemaligen Pfarrhof.

Top 13: Wünsche und Anträge

keine

Ende 20.05 Uhr

 

Andrea Husmann-Sparwasser                                                            Ulrich Hoffmann

Schriftführerin                                                                                       1. Vorsitzender



Heimat – und Museumsverein Weißenhorn 1908 e.V.

Vorstands- und Beiratssitzung                                      

Montag, 12. Oktober 2020

Weißenhorn, Altes Rathaus, Kirchplatz

Beginn 18 Uhr                                                                                                                                                          

Anwesend: Ulrich Hoffmann, Andrea Husmann-Sparwasser, Claudia Graf-Rembold, Johanna Klasen, Anita Konrad, Dr. Matthias Kunze, Ute Sagawa, Helmut Schuler, Norbert Riggenmann

Entschuldigt: Johannes Amann, Lothar Hartmann, Monikas Göbel, Burkhard Günther, Thomas Schulz, Nicola Spies, Gundula Strasser, Werner Weiss

Top 1: Bericht des Vorsitzenden und des Museumleiters

Museumsleiter Dr. Kunze verteilt den Flyer des Anton H. Konrad Verlags zu der Veröffentlichung des Buches „Franz Martin Kuen 1719-1771“ (Hrsg. Dr. Matthias Kunze und Ulrich Hoffmann) und bietet ein Ticket zum freien Eintritt in die Bayerischen Landesausstellung 2020 in Friedberg an.

Die Pläne zur Umgestaltung des Museums finden seitens des Stadtrates gute Unterstützung.

Ulrich Hoffmann berichtet über den Stand der Museumserweiterung. Ein Dank geht an Museumsleiter Dr. Mathias Kunze und Claudia Graf- Rembold vom Bauamt, die die Hauptarbeit mit der Erweiterung und der Konzeption haben. Soviel darf schon gesagt werden; es wird keinen gläsernen Aufzug im Innenhof und keinen gläsernen Übergang im zweiten Stockwerk geben.

Es wird keine gravierenden Veränderungen in der Raumaufteilung geben. Die Räume bleiben im Großen und Ganzen bestehen, so der Museumsleiter (Frage von Anita Konrad)

Dr. Kunze erörtert die Vergabe der Architekten zur Erweiterung und Umbau des Museums. Es fehlt noch der finale Abschlussbericht, der vom Stadtrat genehmigt werden muss. Favorisiert sind die Pläne eines Büros aus Augsburg „mit sehr interessanten Ideen“, die vom Denkmalamt und von der Landesstelle der nichtstaatlichen Museen unterstützt werden.

Als Nächstes steht die Vergabe der musealen Gestaltung der Dauerausstellung an. Fünf Designerbüros stellen bis Weihnachten ihre Konzepte vor.

Der Museumsleiter berichtet über die zurückliegenden Jubiläumsausstellungen (550 Jahre Spitalstiftung, 150 Jahre Feuerwehr). Die Wanderausstellung „Mein erster Schultag“ konnte wegen der Corona- Pandemie nicht gezeigt werden und ist im Depot eingelagert.

An der Mitgliederversammlung werden Dr. Yvonne Schülke und Stefanie Warkus detaillierte Ausführungen über die Arbeiten im Depot, über die Inventarisierung und die mediale Arbeit geben.

Ulrich Hoffmann erläutert verschiedene Aktivitäten der Katholischen Erwachsenenbildung zum Thema „Kuen“. Zwei Stadtgänge zum Thema „Spital“ waren sehr gut besucht.

Vorträge und Stadtgänge sollen auch weiterhin angeboten werden, um dem Bildungsauftrag des Museums auch während der Schließungsphase gerecht zu werden.

Top 2: Thema, Zeitraum und Ort Franz- Martin-Kuen-Preis 2020

Der Franz- Martin -Kuen- Preis soll wegen der Corona-Pandemie erst im Sommer 2020 anberaumt werden. (Ausstellung im Treppenhaus des neuen Rathauses).

Die Versammlung macht diverse Vorschläge und einigt sich auf den Titel der Ausstellung „Gesichtsverlust“.

Ob das Kuen Buch dieses Jahr noch gedruckt werden kann und als Weihnachtspräsent vergeben werden kann, ist noch unklar.

Top 3: Zwischenstand und Aussichten Bachenen-Projekt

Johanna Klasen berichtet über das Bastelprojekt „Bachenen“, an dem sich einige Helfer beteiligen. Die Frage ist, wo könnten die Basteleien unter Einhaltung der erforderlichen Hygienekonzepte veräußert werden, denn der Weihnachtsmarkt wird dieses Jahr nicht stattfinden? Am Samstagsmarkt? Unter den Arcaden des Alten Rathauses? Auf einer Veranstaltung am 12. Dezember im Kolleg?

Dr. Kunze erfragt, wie die Einnahmen steuerlich bedenkenlos verbucht werden können. Johanna Klasen erklärt, welche Möglichkeiten der Verein hat.

Top 4: Neujahrskonzert und weitere Überlegungen aus der Abteilung KUKuLiMU

Das Neujahrskonzert „La donna e mobile“ ist für den 23. Januar 2020 in der Stadthalle anberaumt, so Ute Sagawa. Es kann mit etwa 100 Besuchern durchgeführt werden. Sie bittet um Mithilfe bei der Bewirtung.

Ein Musikwettbewerb mit lokalen Schülern in Zusammenarbeit mit der Musikschule Weißenhorn wird vielleicht erst im Jahr 2022 stattfinden.

Im Frühsommer ist ein Kinderkonzert zum Jubiläum von Herrn Hiller, eines Schülers von Carl Orff, in Zusammenarbeit mit der „Kringel- Werkstatt“ geplant.

Top 5: Aufrechterhaltung des Minijobs von Claudia Graf-Rembold

Da momentan der museumspädagogische Dienst wegen der Pandemie nicht wie gewünscht durchgeführt werden kann, wird der Vertrag von Claudia Graf-Rembold zum nächstmöglichen Termin vorerst stillgelegt.

Top 6: Vorsichtiger Ausblick auf die kommenden Monate 2021

Zur Mitgliederversammlung am 15. Oktober gab es erfreulich viele Anmeldungen. Die Teilnehmerzahl ist auf 40 begrenzt, derzeit sind es 32 Anmeldungen.

Anfang November geht die Einladung zum „Kuen Preis 2021“ heraus.

Der Jahresbrief wird Mitte Dezember verschickt. Bitte um Beiträge!

Am 23. Januar findet das Neujahrskonzert von KuKuLiMu statt.

Die Reise nach Venedig zum Thema „Kuen“ wird auf 2022 verschoben.

Museumsausflug und Museumsnachmittag sind angedacht, aber derzeit nicht planbar.

Das Weihnachtessen kann dieses Jahr nicht stattfinden.

Es ist zu überlegen, welche Weihnachtspräsente ausgegeben werden.

Nach der Mitgliederversammlung soll ein Pressegespräch anberaumt werden.

Top 7: Sonstiges

Johanna Klasen hat eine Anfrage eines Buchhändlers zur Preisbindung des Sailerbandes.

Wegen der erhöhten Versandkosten sei der Verkaufserlös zu gering.

Ulrich Hoffmann, Dr. Matthias Kunze und Johann Klasen werden sich dazu besprechen.

Ende 19.40 Uhr

Andrea Husmann-Sparwasser                                                     Ulrich Hoffmann     

Schriftführerin                                                                                1. Vorsitzender

550 Jahre Heilig-Geist-Spitalstiftung Weißenhorn

 

Am Abend vor Fronleichnam 1470 hat der Ulmer Priester und Bürger Peter Arnold das Heilig-Geist-Spital in Weißenhorn gestiftet. Aus dieser Stiftung ging 500 Jahre später die heutige Kreisspitalstiftung hervor, die in Weißenhorn die Stiftungsklinik betreibt.

Anlässlich dieses Jubiläums hatten das Heimatmuseum, der Heimat- und Museumsverein und die Katholische Erwachsenenbildung (KEB) im Landkreis Neu-Ulm zu einem Spaziergang durch das alte Weißenhorn eingeladen. Wegen des großen Interesses und der Corona-bedingten Einschränkungen wiederholen wir nun die Veranstaltung. Der Weg wird uns zu den Orten führen, an denen im Mittelalter und der frühen Neuzeit für Kranke, Alte, Arme und Waisen gesorgt wurde. Erläuterungen geben Burkhard Günther, Dr.Matthias Kunze und Ulrich Hoffmann. Wir starten um 18 Uhr in der Heilig-Geist-Kirche. Wegen der aktuellen Corona-Beschränkungen müssen wir die Zahl der Gäste auf 10 begrenzen. Wir bitten um Anmeldung unter Tel. 84111 oder e-mail: museumsver-waltung@weissenhorn.de

Zeit: Donnerstag, 27. August, 18 Uhr

Ort: Heilig-Geist-Kirche, Weißenhorn

Bitte denken Sie an die bekannten Vorbeugemaßnahmen: Mindestabstand, Mund-/Nasenschutz in Innenräumen. Vielen Dank für Ihr Verständnis.


Zum Internationalen Museumstag am 17.Mai haben wir vier wunderbare Filme zu den Weißenhorner Museumsschätzen vorbereitet. Ihr findet sie unter folgendem Link:

https://www.weissenhorn.de/tourismus-und-freizeit/heimatmuseum/aktuell/


„Ein sinnloses sechsjähriges Morden und Zerstören hat seinen Abschluß gefunden“.

Am 26. April 1945 schrieb Schwester Alfonsa Forster diese Worte in ihre Chronik der Mädchenfortbildungsschule Weißenhorn. Auszüge daraus wurden bei einer kleinen Gedenkfeier vorgetragen, die leider unter Ausschluss der Öffentlichkeit zur Erinnerung an das Kriegsende 1945 am 25. April in der Stadtpfarrkirche ausgerichtet wurde. Höhepunkt der Veranstaltung war die Überreichung eines Bombensplitters an das Heimatmuseum, der die zerstörerischen Kriegsereignisse in Weißenhorn symbolisiert. Er war bis jetzt im Besitz der Pfarrkirchenstiftung und wird im neu gestalteten Museum ausgestellt werden. Wir danken Pfarrer Lother Hartmann und Kirchenpfleger Alfred Haas für diese schöne Geste. Zeitgleich wurden wie vor 75 Jahren an vielen öffentlichen und privaten Gebäuden im Stadtgebiet weiße Fahnen als Zeichen für ein mutiges Zusammenstehen gehisst. Wir danken allen, die sich an dieser Aktion beteiligt haben.

Abb. 1

Von l. nach r.: Lothar Hartmann, Alfred Haas, Ulrich Hoffmann und Matthias Kunze bei der Überreichung des Erinnerungsstücks. Foto: Helmut Schuler

Abb. 2

Splitter vom Bombenangriff auf Weißenhorn am 13. September 1944. Foto: Heimatmuseum


Aufruf im Gedenken an das Ende des

Zweiten Weltkriegs in Weißenhorn

 

Am 25. April 1945 wurde auf dem Turm der Stadtpfarrkirche als Zeichen der Kapitulation die weiße Fahne gehisst.

Diese wagemutige Aktion verhinderte im letzten Augenblick die Zerstörung von Weißenhorn.

Am Tag darauf marschierten amerikanische Truppen kampflos in der Stadt ein. Damit war der Krieg in Weißenhorn beendet.

Zum Gedenken daran wird am 25. April wie vor 75 Jahren eine Weiße Fahne aus dem Turm der Weißenhorner Stadtpfarrkirche gehängt.

Wir rufen die Weißenhornerinnen und Weißenhorner auf, am 25.April – wie vor 75 Jahren – weiße Tücher, Fahnen, Bettlaken aus den Fenstern zu hängen und damit ein Zeichen zu setzen dafür,

  • dass      wir mutig zusammenstehen – keine und keiner soll ausgegrenzt sein
  • dass      wir mutig uns für Frieden und Gerechtigkeit einsetzen – Rassismus,      Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit haben bei uns keinen Platz
  • dass wir mutig für eine gute Zukunft unserer      Stadt in einer intakten Umwelt eintreten

Heimat- und Museumsverein Weißenhorn und Umgebung 1908 e.V.
Ulrich Hoffmann, Vorsitzender
 Weißenhorner Heimatmuseum
 Dr. Matthias Kunze, Museumsleiter

 

mit freundlichen Grüßen

 

Dr. Matthias Kunze               Ulrich Hoffmann

(Museumsleiter)                   (1. Vorstand des Heimat-

                                        und Museumsvereins)

Wir freuen uns sehr, dass das Weißenhorner Heimatmuseum in der durch die Corona-Pandemie geprägten Krisensituation großzügige Unterstützung von der Ernst von Siemens Kunststiftung erhält. Eines der wichtigsten Objekte zur Fuggergeschichte in Weißenhorn wird restauriert. Es handelt sich um das Messgewand, das aus dem ehemaligen Brautkleid der Gräfin Euphemia Fugger von Kirchberg Weißenhorn (1763-1835) gefertigt wurde.      

Die Weißenhorner Pfarrgeistlichen haben das Messgewand stets an Hochzeitsmessen getragen. Euphemia war die letzte Gräfin aus dem Hause Fugger, die in Weißenhorn residierte. Sie genoss hier große Beliebtheit, da sie sich zum Beispiel in den napoleonischen Kriegen schützend vor die Stadt gestellt und so vor der Zerstörung bewahrt hatte. Daher gilt das Messgewand als Zeichen ihrer Verbundenheit mit der Stadt und ihren Bürgern.

Die dringend notwendige Restaurierung des Gewandes wird der Textilrestaurator Ralf Schmitt vornehmen.     

Wir freuen uns und danken dafür, dass die Ernst von Siemens Kunststiftung sich bereit erklärt hat, die Kosten der Restaurierung zu übernehmen, und damit den Erhalt dieses stadtgeschichtlich bedeutsamen Objektes zu sichern.     

Fotos 1 Messgewand, Foto 2 Detail Messgewand, Foto 3 Euphemia Fugger, Foto 4 Textilrestaurator Ralf Schmitt     

Heimatmuseum Weißenhorn    

Objekt des Monats      

Was ist ein „Steafa“?     

   

Das fragt man sich, wenn man eine Zeichnung von Anton Bischof (1877-1962) im Heimatmuseum zur Hand nimmt. Auf der steht geschrieben: „Weissenhorner Jugend auf Steafschlitten“. Sie zeigt wie in den 1940er Jahren Schlitten gefahren wurde: besser „geschoben“. Denn ein „Steafa“ ist ein „Schieber“, also handelt es sich um einen SCHIEBESCHLITTEN: ein einfacher, flacher Schlitten aus zwei Kufen bestehend, der mit Brettern zusammengenagelt ist. Im Hintergrund ist der obere Teil des Unteren Tores zu erkennen. Das Schlittenfahren sieht ein bisschen aus wie Stand Up Paddling auf dem Schnee nur, dass die Kinder den Stab zwischen den Beinen wie bei einem Steckenpferd führen, um sich am Boden anzuschieben bzw. abzudrücken. Claudia Rieger, Anita Konrad, Helmut Schuler und Mini Einfalt suchten alle nach

dem vergessen geglaubten Begriff und fanden die Erklärung bei einem 75-Jährigen, dessen Großmutter in Hegelhofen wohnte und immer dann, wenn jemand etwas geschoben hat, sagte: „Dös isch a Steafer“. Herzlichen Dank für die Auflösung.    

 


Passend zur Jahreszeit inventarisieren wir gemeinsam die Krippensammlung. Neben Krippen aus dem 19. bis 20. Jahrhundert aus Holz, Ton und Gips finden sich auch handkolorierte Papierkrippen. Die Schafe und der Elefant stammen aus der so genannten Weißenhorner ‚Barockkrippe‘, die nach Vorbildern des 18. Jahrhunderts Anfang des 19. Jahrhunderts entstanden sind. Wir danken ganz herzlich Anita Konrad, Helmut Schuler, Claudia Rieger für die tatkräftige und engagierte ehrenamtliche Mithilfe und freuen uns sehr Frau Drissner im Inventarisationsteam begrüßen zu dürfen.    












Passion, Geduld und Akribie: Ein großes Dankeschön für so viel ehrenamtliches Engagement! Anita Konrad und Helmut Schuler haben die Eingangsbücher und Eingangslisten des Heimatmuseums Weißenhorn transkribiert, d.h. sie haben die in altdeutscher Handschrift bzw. in Sütterlin verfassten Bücher abgeschrieben. Diese liegen nun in Abschrift, Ausdruck und als Digitalisat vor und dienen als Grundlage für die Inventarisation. Helmut Schuler hält das originale Eingangsbuch von 1908-1933 in seinen Händen; Anita Konrad die 302 Seiten umfassende Abschrift. Auch die handschriftlichen Protokollbücher des Heimat- und Museumsvereins sind von Anita Konrad, Helmut Schuler und dem Ehepaar Spitzberg transkribiert und dienen ebenfalls als Grundlage der Inventarisation. Herzlichen Dank für diese so hilfreiche Unterstützung!

In Zahlen:

Rund 800 Seiten Transkription

Rund 2.000 Seiten Digitalisate


NEU:

Auf der Seite "Impressum" ffindet sich unsere Datenschutzverordnung - bitte beachten!


  Unglaublich! Über 1.200 Münzen hat Peter Kling im Zuge der Depotsanierung seit November 2018 gesichtet, sortiert, geordnet und bestimmt. 1.200 !!! Und das ganze ehrenamtlich. Ein großes Dankeschön für

Einführungsrede in die Franz-Martin-

diese großartige Unterstützung!


Kommende Veranstaltungen -

siehe auch "Aktuelles"


Ab sofort finden sich unter der Rubrik "Aktuelles" die jeweils aktuellen Protokolle von Mitgliederversammlung, Beirat und Vorstand, sowie aktuelle Hinweise.

Zudem hat die Mitgliederversammlung die Einrichtung einer e-mail-Liste beschlossen, durch die interessierte Vereinsmitglieder direkt über Aktuelles aus dem Verein und den Verein betreffende Nachrichten aus der Stadt informiert werden. Wenn Sie nicht bei der Mitgliederversammlung waren, aber gerne in diese Liste aufgenommen werden wollen, dann melden Sie sich bitte gerne bei uns an!