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Heimat - und Museumsverein Weißenhorn 1908 e.V.

Mitgliederversammlung 2018

Dienstag, 10. April 2018

Gasthof Adler in Hegelhofen, Günzburgerstraße 57

Beginn 19 Uhr

Anwesend: 38 Mitglieder, ein Nichtmitglied, siehe Liste im Anhang

 

Top 1: Bericht des Vorsitzenden – Gedenken

Der Vorsitzende Ulrich Hoffmann begrüßt die Anwesenden und bedankt sich bei ihnen, dass sie dem Verein die Treue halten und sich an seiner Weiterentwicklung des Museumsbetriebes beteiligen.

Er stellt fest, es wurde fristgerecht zur Mitgliederversammlung eingeladen und weitere Anträge sind nicht eingegangen.

Der Vorsitzende bittet, sich zum Totengedenken zu erheben.

Ulrich Hoffmann erinnert an die Vereinsgründung am 19. Februar 1908 im Gasthof Lamm. Der Gründung vorausgegangen war damals ein zwei Jahre zuvor von der Stadtverwaltung einberufener Ausschuss zur Gründung eines „Vereins für Volkskunst und Volkskunde“. Mit dem Museumsverein wurde auch die Gründung des „Localmuseums“ in Angriff genommen, das sich alsbald als Schatzkammer der Stadt und der Umgebung entwickelte und kunst - und kulturgeschichtlich bedeutsame Objekte für die Nachwelt bewahrte und präsentierte. „Der Jubilar ist lebendig wie eh und je - dank ihnen allen und ihrer Liebe zur Geschichte und Kultur“, so der Vorsitzende.

Ulrich Hoffmann ist nun seit zwei Jahren im Amt und versichert, die Arbeit sei ihm „inzwischen sehr ans Herz gewachsen.“ Das läge auch an der hervorragenden Teamarbeit im Verein. Er bedankt sich zunächst bei Museumsleiter Dr. Matthias Kunze für die in freundschaftlicher Verbundenheit geleistete Zusammenarbeit und lobt dessen „unglaubliche Arbeitsleistung und die fachkundige und sorgfältige Art und Weise, wie er sein Amt ausfüllt.“ Dank auch an den 2. Vorsitzenden Johannes Amann, an die Schriftführerin Andrea Husmann - Sparwasser und die Konservatorin Nicola Spieß für die vertrauensvolle und ertragreiche Zusammenarbeit. Ein ganz besonderer Dank geht an die Kassiererin Johanna Klasen, die „glänzend ihr Amt ausfüllt“.

Der Beirat hat sich seit der Mitgliederversammlung mehrmals getroffen u.a.zur Besichtigung des Depots und zur Diskussion der Erweiterungsperspektiven für das Museum. Ein Dank geht an das kompetente und engagierte Gremium, das die Arbeit des Vereins und des Vorstandes „außerordentlich inspiriert“.

In der Nachfolge von Annika Janßen ist seit Januar Yvonne Schülke mit der Depotsanierung und Inventarisierung betraut. Unterstützt wurden beide von der Ferienarbeiterin Eva Hoffmann. Das Depot in der Adolf-Wolf-Straße ist mittlerweile komplett eingerichtet und die Rückführung der Objekte an einen verbindlichen Standort ist gestartet. Bis Ende April soll das Zwischendepot aufgelöst sein. Zu danken ist hier besonders Frau Konrad und Frau Einfalt für ihre ehrenamtliche Mithilfe. Ab Herbst kann mit der Inventarisierung begonnen werden. Ein großes Lob für diesen raschen Fortschritt kam von der Landesstelle für nichtstaatliche Museen. Applaus!

Das Museum funktioniert nicht zuletzt dank der vielen ehrenamtlichen Aufsichten und der Helfer für Post, Auf - und Abbau der Ausstellungen und Bewirtung. Ihnen gebührt großer Dank für ihr treues Engagement.

Das vergangene Jahr war geprägt von immer konkreter werdenden Überlegungen zur Neukonzeption des Museums, das neben dem Waaghaus und dem Turm auch die Kray umfassen wird.

In einer Reihe von Workshops mit Bürgermeister Dr. Fendt und Vertreterinnen des Bauamtes sowie mit Herrn Sangestan von der Landesstelle nichtstaatlicher Museen, mit Vertreterinnen des Architekturbüros Kolb und der Museumsdesignerin Birgit Kaddatz ist deutlich geworden, das Museum muss „gleichsam neu erfunden werden, damit es seine Rolle als Kristallisationspunkt der historischen und künstlerischen Sammlung der Stadt Weißenhorn, als Ort der Selbstvergewisserung der lebendigen Kulturstadt Weißenhorn und als Ideen-Ort für die zukünftige Entwicklung der Stadt gut ausfüllen kann“, so der Vorsitzende.

Es hat sich die Grundidee entwickelt, das Museum soll inhaltlich im Wechselspiel zu der historischen Altstadt stehen, ohne dass die Kernaufgabe des Museums vernachlässigt wird. An verschiedenen Stellen der Altstadt sollen die Besucher mit kurzen historischen Erläuterungen eingeladen werden, im Museum ausführlichere Informationen zu erhalten.

Ulrich Hoffmann ist in diesen aktuellen Entwicklungen dankbar für den guten Kontakt zu Bürgermeister Dr. Fendt und den Kolleginnen im Hauptamt und Bauamt. Es freut ihn, dass Claudia Graf-Rembold als „Insiderin unseres Museumsvereins und Motor des museumspädagogischen Programms“ nun auch von Seiten des Bauamts die Bemühungen um eine zukunftsträchtige Lösung für das Museum begleiten kann.

Die Zusammenarbeit mit der Stadt ist für den Verein auch sehr wichtig im Zugehen auf das Kuen - Jubiläum 2019. Es fanden bis dato mehrere Treffen mit Vertretern des Landkreises, der Stadt Weißenhorn, der Gemeinde und dem Kloster Roggenburg und mit den Verlegern Vater und Sohn Konrad statt. Es wird eine Kuen - Ausstellung an zwei Orten – in Weißenhorn und Roggenburg – geben. Dazu erscheinen ein Buch zu Franz Martin Kuen und ein Tourenführer zu Stätten seines künstlerischen Schaffens. Siehe Top 10.

Erfreulicherweise sind die Besucherzahlen dank der vielen gelungenen Ausstellungen im Museum und Schloss erneut angestiegen.

Die Kunstpreisausstellung ist aus dem Kulturkalender der Stadt und des Landkreises nicht mehr wegzudenken. Aus dem Titel der Ausstellung „Lieben bewegt“ ist neben der beeindruckenden Ausstellung ein Jahresmotto mit Begleitprogramm mit Begleitprogramm. Der Vorsitzende bedankt sich zunächst bei der Kunstpreis – Jury. Die Auswahl, der Preisträgerinnen und Preisträger hat zu einer lebendigen Diskussion in der Stadt geführt, worüber er sich freue, denn Kunst müsse zur Diskussion anregen, so Ulrich Hoffmann.

Auf Anregung des Museumsleiters hat der Beirat hat in seiner letzten Sitzung beschlossen, den Preis künftig in Franz – Martin – Kuen - Preis umzubenennen. Damit wird die vielleicht bedeutendste Künstlerpersönlichkeit Weißenhorns geehrt, die heutigen Künstlerinnen und Künstlern Ansporn sein kann.

Ute Sawaga und allen, die sich im Bereich KuKuLiMu engagieren, gebührt ein sehr großer Dank. Hier bereichern Weißenhorner Künstlerinnen und Künstler den Verein und unterstützen ihn dabei mitzuhelfen, dass Weißenhorn sein Profil als Kulturstadt schärft Das Zusammenwirken der Weißenhorner Kulturtreibenden werde verbessert und die Förderung des künstlerischen Nachwuchses werde gestärkt.

Großes Lob geht an Claudia Graf – Rembold für ihre zahlreichen kreativen museumspädagogischen Angebote. Das Engagement im Bereich Museumspädagogik soll der Landesstelle für nichtstaatliche Museen und der Stadt Weißenhorn zeigen, dass der Verein bei der Weiterentwicklung des Museums in der Zukunft tatkräftig, konstruktiv und kreativ dabei ist.

Im letzten Jahr war auch ein reichhaltiges Erwachsenen – Bildungsprogramm mit Stadtgeschichten, Stadtgängen und Vorträgen geboten. Erfreulich, dass die Veranstaltungen durchweg gut besucht waren. Der Vorsitzende ist dankbar für die Zusammenarbeit mit Pax Christi, mit der Stadtbücherei Weißenhorn und mit dem katholischen Frauenbund am Holocoust-Gedenktag, der ein fester Bestandteil des Jahresprogramms geworden ist. Im letzten Jahr kam als Kooperationspartner noch die katholische Erwachsenenbildung im Landkreis Neu-Ulm dazu, die den Stadtgang „StadtBürgerVerantwortung“ und den Vortrag unterstützt hat.

Ein ganz herzlicher Dank geht an Erich Mennel für die Organisation des Museumsausfluges 2017 nach Coburg in die Landesausstellung „Ritter, Bauern,Lutheraner“.

Im Dezember ging der Jahresbrief an alle Mitglieder. Ein herzliches Dankeschön an alle Autorinnen und Autoren und an Beirat Norbert Riggenmann für die Gestaltung.

Der Vorsitzende erläutert die kommenden Veranstaltungen. Siehe Top 9

Ulrich Hoffmann verweist auf die Homepage des Heimat – und Museumsvereins, in der die aktuellen Protokolle von Beirat und Vorstand veröffentlicht werden.

Er bittet, sich aktiv an der Mitgliederwerbung zu beteiligen und hofft weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die verschiedenen Aufgabenbereiche im Verein gewinnen zu können. Siehe Top 12

Top 2: Bericht der Schriftführerin

Die Protokolle der letztjährigen Mitgliederversammlung und der drei Vorstands- und Beiratssitzungen von März und November 2017 und von März 2018 liegen zur Einsicht bereit.

Top 3. Besuchsstatistik

Helmut Schuler verliest die Besuchsstatistik. Im letzten Jahr waren es 3838 Besucher (Vorjahr 3737) Tendenz wieder steigend! Siehe Liste im Anhang

Der Vorsitzende bedankt sich herzlich bei Helmut Schuler und noch einmal besonders bei dem Ehepaar Werdich für seine Initiative rund um die Gemäldeausstellung zu Walter Werdichs Geburtstagsjubiläum.

Top 4: Bericht der Kassiererin

Johanna Klasen blickt auf ein erfolgreiches Museumsjahr zurück. 

Die Mitgliedsbeiträge werden am 23.April eingezogen. Sie sollten nicht erhöht werden, solange die Baumaßnahmen und die damit verbundene Schließung des Museums anstehen.  

Der Verein zählt derzeit 312 Mitglieder, einschließlich der Familienmitgliedschaften. Die Mitgliederentwicklung hält sich die Waage.In 2017 waren es sechs Beitritte, sechs Austritte davon zwei Kündigungen und vier Todesfälle und seit Jahresbeginn vier Eintritte und vier Verluste. Erfreulich, dass auch Jugendliche eine Mitgliedschaft im Verein suchten.

Top 5: Bericht der Kassenprüfer

Alfred Hass und Franz Xaver Mayershofer haben Mitte Februar die Kassenprüfung durchgeführt. Der Vorsitzender bedankt sich bei beiden sehr herzlich.

Alfred Hasse versichert, die Buchführung ist ordnungsgemäß geführt und die Jahresrechnung richtig aufgestellt. Er empfiehlt die Entlastung der Kassiererin.

Top 6: Entlastung der Kassiererin und der Vorstandschaft

Altbürgermeister Berchtenbreiter bedankt sich bei Vorstand, Beiräten und allen Mitarbeitern für ihre Aktivitäten rund um das Museum und würdigt die Arbeit des Museumsleiters. Er bittet die Versammlung, die Kassiererin und die Vorstandschaft zu entlasten. Einstimmig entlastet (unter Auslassung der Vorstandsmitglieder, 33 Stimmen, keine Enthaltung, keine Gegenstimme) Applaus!

Top 7: Museumspädagogik

Claudia Graf - Rembold berichtet, alle Kurse und Angebote auch der Kringelwerkstatt sind sehr gut angenommen und ausgebucht. Auch ohne derzeit gezielte Werbung melden sich die Schulen. Sie versucht, trotz ihrer momentanen beruflichen Situation „ein kleines, feines Programm anzubieten“. Die Arbeit mache großen Spaß und sie „erhalte Freude und Spaß zurück“.

Der Vorsitzende bedankt sich sehr herzlich bei Claudia Graf - Rembold und Ester Siebenmark für ihr starkes Engagement. Auch Monika Göbel gebührt großes Lob und Dank für ihr Projekt „Rundfunk“ mit Schülern vom NKG. Applaus!

Ziel ist es, langfristig ein museumspädagogisches Programm für alle Altersstufen anbieten zu können, so der Vorsitzende.

 

Top 8: Abteilung Kunst - Kultur - Literatur - Musik

In Vertretung von Ute Sagawa berichtet der Vorsitzende über die vergangenen Veranstaltungen. Das Neujahrskonzert war ein voller Erfolg und wird sicher im kommenden Jahr wieder stattfinden. Ein großer Dank geht an Ute Sagawa für ihre Initiativen. Applaus!

Das Begleitprogramm zur laufenden Ausstellung – die Verbindung von Literatur und Musik – bewährt sich. Somit wird auch zum Kuenjubiläum 2019 ein vielseitiges Programm mit fünf Konzerten mit drei lokalen und zwei internationalen Künstlern angeboten.

Um Überschneidungen mit Veranstaltungen anderer Kulturschaffender in Weißenhorn künftig zu vermeiden und besser koordinieren zu können, wird man sich mit Volker Drastic vom Kulturbüro absprechen.

Einnahmen und Kosten der Konzerte werden sicher nicht immer ausgeglichen sein, doch das Kulturangebot „lohnt sich und wird vom Verein finanziell unterstützt“, so Ulrich Hoffmann.

Top 9: Programm 2018

 

19.April“Für immer und dich“ - Konzert und Literatur mit ForEverYoung und Susanne Kuderna-Demuth 19.30 Uhr Ratssaal

 

20. April Theologisch-Psychologischer Gang durch die Ausstellung „Lieben belebt“ mit Ulrich Hoffmann 17 Uhr Heimatmuseum

9.Mai Weißenhorner Kulturnacht im Museum mit musikalischen Beiträgen unter der Leitung von Ute Sagawa und Gespenstergeschichten für Kinder von Claudia Graf-Rembold und Dr.Kunze

13. Mai Internationnaler Museumstag

14 Uhr und 15 Uhr im Heimatmuseum

480 Jahre Fugger´sche Münzstätte – Peter Kling

14.30 Uhr und 15.30 Uhr im Museumsdepot, Adolf – Wolff -Str.42-44

Neue Wege im Museumsdepot – Dr. Matthias Kunze und Yasmin Schülke

15.30 Uhr und 16.30 Uhr im Heimatmuseum „Rund um den Rundfunk – gestern und heute“ von Schülern des P-Seminars NKG und Monika Göbel

3.Juli Vortreffen Romfahrt 2019 19 Uhr Treffpunkt wird noch mitgeteilt

 

8. Juli Museumsnachmittag

 

13. Juli Biergartenbesuch aller Vereinsaktiven 18 Uhr Treffpunkt wird noch mitgeteilt

 

18. Juli Stadtgang „StadtBürgerVerantwortung“ zu Orten der Entwicklung der Stadtdemokratie

mit Dr. Matthias Kunze und Ulrich Hoffmann. Eine Veranstaltung zusammen mit der Katholischen Erwachsenenbildung Neu - Ulm

15. September Museumsausflug nach Rottenburg am Neckar mit Erich Mennel

Top 10: Vorbereitungen zum Kuen - Jahr 2019

Dr. Kunze stellt den achtseitigen Flyer vor, der bald zum Druck fertig ist. Ein herzlicher Dank geht an Norbert Riggenmann für die Ausgestaltung.

Die Kunstausstellung mit Franz-Martin-Kuen-Preis soll das Thema Kuen aufgreifen. Im Sommer kommen Vorstand und Beirat zusammen und überlegen ein konkretes Thema für die Ausschreibung.

Die Eröffnung zum Kuen – Jahr ist am 12. April 2019 im Theater Weißenhorn.

Es wird zwei Ausstellungen in Weißenhorn und Roggenburg geben.

Die Ausstellung im Weißenhorner Heimatmuseum zur Familiengeschichte von Kuen und zum sozialen Umfeld wird am 30. Juni 2019 eröffnet.

Die Ausstellung in Roggenburg zum künstlerischen Werk von Kuen wird am 17. Juli 2019 eröffnet.

Ute Sagawa organisiert fünf Konzerte mit lokalen und internationalen Künstlern als Begleitprogramm.

Der Tourenführer „Barock erfahren“ erscheint Ende November 2018.

 

Top 11: Bericht des Museumsleiters

Dr. Matthias Kunze bedankt sich nochmals bei Frau Janßen, Frau Schülke und den vielen Helfern, die ihm in den letzten dreizehn Monaten mit der Arbeit im und um das Hauptdepot tatkräftig zur Seite gestanden sind. Ende April kann nun das Zwischendepot aufgegeben werden. Die Objekte werden in einem komplett neu eingerichteten Depot mit Regalen und Rolltechnik untergebracht. Er lädt die Anwesenden ein, am Internationalen Museumstag, das Depot zu besichtigen.

Der Museumsleiter bedankt sich besonders bei Burkhardt Günther für die Hilfe bei der Sichtung und Ordnung des Stadtarchivs.

Die Neukonzeption des Museums soll möglichst Mitte Mai schon dem Stadtrat vorgestellt werden. Soviel steht fest, es wird eine Erweiterung über das alte Rathaus (die Kray) geben. Wie letztendlich die Baugestaltung aussehen wird, hängt noch von einer Entscheidung des Denkmalamtes bezüglich eines kleinen Areals der alten Stadtmauer im Keller ab. Geplant ist der Haupteingang in der Kray mit Räumlichkeiten im Erdgeschoss für die Museumspädagogik und für sonstige Kreativarbeit auch externer Kulturanbieter.

Die Stadt Weißenhorn verfüge seit der hervorragenden Gestaltung vor über zwanzig Jahren über ein „tolles Museum“. Doch die Geschichtsbetrachtung verändere sich im Laufe der Jahre und da das Museum über eine Fülle von Depotbeständen verfüge, „die auch gezeigt werden wollen“, sei die Neukonzeption gerechtfertigt, so Dr. Kunze.

Wie der Vorsitzende schon eingangs berichtete, hat sich mit der Beratung von Birgit Kadatz vom Büro bk-Konzept und in Absprache mit der Landesstelle nichtstaatlicher Museen die Grundidee entwickelt, das Museum soll inhaltlich im Wechselspiel zu der historischen Altstadt stehen.

Die Dauerausstellung soll in die erste und zweite Etage verlagert werden. Sie wird Bewährtes wieder aufnehmen, soll aber unter besonderer Berücksichtigung des 18. Jahrhunderts neu gestaltet werden. Eine eigene Gemäldegalerie mit Weißenhorner Künstlern wird es auf Anraten der Experten nicht geben. Es sollen dafür aber u.a. die Fugger und F.M. Kuen mehr berücksichtigt werden. In der obersten Etage werden Wechselausstellungen präsentiert und der Turm zum „Erlebnispfad“ ausgebaut. Das ist momentan die Rahmenkonzeption; die Feinkonzeption ist erst möglich, wenn die Baugenehmigung vorliegt. Erst dann wird man an die Öffentlichkeit gehen.

Der Museumsleiter und die Vorstände bitten um zahlreiches Erscheinen, wenn die Pläne und die Konzeption im Stadtrat diskutiert werden. Die Mitglieder sollen mit ihrem Erscheinen bekunden, wie wichtig dem Verein die Neugestaltung und Erweiterung ist.

Franz X. Mayershofer erfragt, ob schon Sponsoren angeschrieben sind, die das Kuenbuch finanziell unterstützen. Ulrich Hoffmann erklärt, erst wenn der Flyer fertig ist, werden Sponsoren angesprochen. Es sind bis dato einige Fördergelder - u.a. von der Bayrische Barockstiftung - in Aussicht. Es soll darüber hinaus ein gemeinsamer Antrag der Kommune Weißenhorn, des Heimat-und Museumsvereins und der Kirche und Gemeinde Roggenburg über die Kommunalgrenze hinaus gestellt werden, das dies nur einmal möglich sei.

Nach der Radio und Rundfunk – Ausstellung im Herbst wird es dieses Jahr wahrscheinlich keine Weihnachtsausstellung geben. Dafür könnte die Kunstpreisausstellung schon im Oktober ausgeschrieben und zur Jahreswende gezeigt werden. Ein ganz großes Lob geht an Monika Göbel mit ihrem zwölf Schülern, die wegen der vielen Aufgaben des Museumsleiters zur Zeit nicht auf seine Mithilfe zurückgreifen kann, die Ausstellung fast alleine gestaltet.

Dr. Kunze erfragt, wer die Pflege des Grabes von Anton Bischof übernehmen könnte. Vielleicht findet sich ein Vereinsmitglied. Um die Statik der Stele wird sich Johannes Amann kümmern.

Zwei Porträts - Hans und Maria Hörmann - von dem Weißenhorner Künstler Moritz Schmid zuzüglich einer Ölskizze „Kreuzigung“ sind vom Verein angekauft worden.

 

Top 12: Einladung zur Beteiligung:

Gesucht werden weitere Museumsaufsichten und Personen, die die Veranstaltungen des Museumsvereins und die Konzerte von „KuKuLiMu“ aktiv unterstützen (Bewirtung, Werbung, Post, Führungen). Ulrich Hoffmann lädt ein, sich in die ausliegenden Listen einzutragen.

Top 13: Ausblick auf die Romfahrt vom 28. Oktober - 1. November 2019

Ulrich Hoffmann, Dr. Matthias Kunze und Patricia Thanner werden die Reise begleiten. Über das Halbtagesprogramm und das gemeinsame Abendessen hinaus wird es keine weitere Betreuung geben. Die Gesamtkosten belaufen sich auf etwa 750 Euro. Die Flüge werden im kommenden Herbst über ein Reisebüro gebucht, jeder Teilnehmer muss die An – und Abreise zum Flughafen selbständig organisieren.

Top 14: Sonstiges

Herr Mennel führt den eintägigen Museumsausflug am 15. September in das Diözesanmuseum Rottenburg. In Kürze erfolgt eine Ankündigung im Stadtanzeiger. Der Vorsitzende bedankt sich bei Herrn Mennel für die erneute Bereitschaft, den Jahresausflug zu organisieren.

Top 15: Wünsche und Anregungen

Franz Xaver Mayershofer schlägt eine Halbtagesfahrt in das Freilichtmuseum Illerbeuren vor. Er wird mit Wolfgang Ott einen Termin im Juni/Juli ausmachen. Die Ankündigung erfolgt über den Stadtanzeiger.

Der Vorsitzende bedankt sich für die zahlreiche Teilnahme an der Hauptversammlung und verabschiedet die Versammlung.

Ende 20.40 Uhr

Andrea Husmann-Sparwasser                                             Ulrich Hoffmann

Schriftführerin                                                                     1. Vorsitzender


Kunstpreis 2018 "Lieben belebt"

Nach der wunderbaren Eröffnung der Kunstpreis-Ausstellung am 2.März wurde der Wunsch geäußert, den Einführungstext von Ulrich Hoffmann nachlesen zu können. Hier ist er also:

Ich danke sehr herzlich unserem Bürgermeister Dr.Fendt für sein Grußwort und seine engagierte Unterstützung des Museums und unseres Vereins – herzlich Willkommen und herzlichen Dank!

 

LIEBEN BELEBT

 

Die leidenschaftliche Liebe ist nicht verfügbar. Eine der intensivsten Erfahrungen im Leben, die beglückt, dem Leben Glanz verleiht, aber auch verstört, das gewohnte Leben aufbricht, in Unordnung bringt, einmal passend ist, dann aber auch ganz und gar unpassend – auf jeden Fall mit grössten Konsequenzen, für sich selbst, für andere: sie ist unverfügbar.

 

Eine ganze Welt der Phantasien, die mit der Liebe verbunden sind, ist dargestellt, besungen, beschworen worden: seit wir die Schrift kennen, haben wir Zeugnisse davon. Wo wäre die Kunst ohne die Liebe!

Aber auch: wo wäre die Liebe ohne Kunst?

Gross, ergreifend, zerstörend, schwindend – und letztlich doch ein Geheimnis bleibt die Liebe.

 

Aber: Ist die große Liebe in der heutigen Zeit noch lebbar?

Die Soziologen Beck und Beck-Gernsheim haben schon in den 90er Jahren die Unmöglichkeit der Liebe propagiert. Ihre Idee: Liebe ist in der Zeit der Individualisierung nötiger denn je und unmöglicher denn je.

„Die Köstlichkeit, die Symbolkraft, das Verführerische, Erlösende der Liebe wächst mit ihrer Unmöglichkeit.“

 

In den Beratungsstellen für Ehe-, Familien- und Lebensfragen – ich arbeite selbst an einer solchen in Günzburg - haben wir es mit Menschen zu tun, die sich nach Liebe sehnen, die unglücklich verliebt sind, deren Liebe nicht erwidert wird, oder die nicht wissen, ob sie ihren Partner, ihre Partnerin verlassen sollen. Wir sehen Menschen, die einen geliebten Menschen verloren haben, und aus der Trauer oder aus dem Groll nicht herausfinden.

Liebe ist und bleibt ein altes und neues Thema – trotz allem.

Wovon sprechen wir, wenn wir von Liebe sprechen?

 

Nach Platon begehren wir – und zwar leidenschaftlich – was wir nicht selber haben und was wir nicht selber sind. „Du fehlst mir...“ Die Liebe als Eros eignet sich an, was sie nicht hat, sie will haben, besitzen, behalten. „Weil ich dich liebe, will ich dich haben.“ (Platon: Symposion)

Aphrodite, die Göttin der Liebe, der Schönheit und der Fruchtbarkeit wird bei Platon auf einem Schwan reitend als Symbol der himmlischen Liebe, auf einem Ziegenbock reitend dagegen als die leidenschaftliche sexuelle Liebe symbolisierend verstanden. Auch diese bleibt bei Plato mit der himmlischen Liebe und der Schönheit verbunden: Liebe macht ja bekanntlich schön – „weil du mich anblickst, werd ich schön“, so dichtet Gabriele Mistral. Liebe verleiht in den glücklichen Momenten dem Leben einen besonderen Glanz.

Wenn uns nichts mehr fehlte, dann wäre auch die Leidenschaft weg. So Platon – etwas sehr verkürzt. Liebe bedeutet also Sehnsucht nach der Ganzheit, die man verloren hat.

 

Aristoteles sagt: „Lieben heisst, sich zu freuen.“ Er spricht von der Philia. (Aristoteles, Nikomachische Ethik, Rhetorik 11.4)

Wir freuen uns daran, mit einem anderen Menschen wichtige Erfahrungen zu teilen, gemeinsam etwas zu bewirken, einem geliebten Menschen eine Freude zu machen, ihn oder sie zu überraschen – da wirkt ja die

Freude besonders, wenn wir unerwartet mehr bekommen, als wir erwartet haben.

Philia, das ist der Freundschaftsaspekt der Liebe. Es ist die wohlwollende Liebe, auch die sich interessierende Liebe – nicht nur im Zusammenhang mit Beziehung zu Menschen – sondern auch mit Erfahrungen, mit Dingen: so ist die Philosophie die Liebe zur Weisheit. Wir lieben auch, was wir tun, wofür wir uns interessieren, und wir geniessen auch das. Wo wir lieben, sind wir interessiert. Interesse ist ein Gefühl, das uns anregt, belebt, lebendig macht. Es ist aufregend, erregend.

 

Eros – die Leidenschaft; Philia – die Freundschaft – das sind die Liebeskonzepte von Plato und Aristoteles, die einander keineswegs ausschliessen.

Im Christentum wird noch ein dritter Begriff von Liebe eingeführt, der der Agape, von den Römern mit Caritas übersetzt: die Barmherzigkeit, die Nächstenliebe, eine Liebe, die empfängt und gibt, weil der Nächste einfach

der Nächste ist, weil man der Schwachheit eines anderen aufhelfen möchte.

 

Diese drei Konzepte der Liebe wirken auch auf unsere heutigen Vorstellungen von Liebesbeziehungen ein, wobei einmal mehr die eine, einmal mehr die andere Form bestimmend ist.

 

Ein besonderes Erfolgsmodell war und ist die romantische Liebe.

Auch in unserer Zeit ist sie, verbunden mit Sexualität – allgegenwärtig, z.B. in den Medien. Sie wird beschworen – ihr Fehlen beklagt.

Wir kennen sie vor allem als eine Sehnsucht, die seit dem 18. Jahrhundert beschrieben wird, erstmals und schicksalhaft in dem Roman „Die Leiden des jungen Werther“ (1774) von Goethe.

Liebe muss wohl auch aus der jeweiligen Epoche heraus verstanden werden. In der klassisch – romantischen Epoche gibt es einen Liebesbegriff, der die beiden Liebenden weit übersteigt: die konkret Liebenden haben Anteil daran, aber die Liebe als solche durchwaltet den Kosmos, von Anfang an, sie ist vor dem menschlichen Paar, sie ist nach dem Paar – eine Wirkkraft. (Spinoza).

Eine ähnliche Vorstellung findet sich auch in Mozarts Zauberflöte: „Mann und Weib und Weib und Mann, reichen an die Gottheit an.“

Die Liebe wird hier als die „Selbstbewegung Gottes in der Welt“ verstanden. Und an dieser Liebe als universaler Wirkungskraft hat man Anteil, wenn man liebt.

 

Sind wir verliebt, dann sehen wir die besten Möglichkeiten in einen Partner, eine Partnerin hinein. Vielleicht entsteht Liebe nur dann, wenn wir in einen geliebten Menschen seine besten Möglichkeiten erkennen und diese dann im Laufe der Beziehung aus ihm, aus ihr, auch herauslieben können: Möglichkeiten, die uns beide über die Grenzen des bisherigen

Gewordenseins hinaustragen, und die das Leben auf eine Weise öffnen, wie wir es uns zuvor nicht im Traum hätten vorstellen können.

Und indem wir die besten Möglichkeiten eines geliebten Menschen sehen – oder auch aus ihm herausholen – gewinnen wir als Liebende Anteil an ihm; auch in uns selber werden Aspekte unserer Persönlichkeit wach, die

über das hinausgehen, was wir bisher geworden sind, worauf wir uns vielleicht auch bisher festgelegt hatten.

Wenn wir lieben, dann ist das ein Aufbruch: vermeintlich Festgelegtes kann verflüssigt werden, innere und äußere Grenzen können überschritten werden.

Danach sehnen wir uns. Solche Sehnsucht zieht uns. Sie ist ein letztlich unstillbares Verlangen nach einem Absoluten, nach etwas, das über uns hinausgeht und eigentlich zu gross für uns ist: ein Verlangen nach Liebe, Schönheit, Freiheit, Ganzheit, Frieden, nach dem ganz Anderen, dem Unbenennbaren, das im Verlangen aber durchaus existent ist.

Diese Sehnsucht kann nie erfüllt werden. Dazu ist sie auch nicht da. Sie färbt aber unsere kleineren konkreteren Sehnsüchte und Wünsche, und gibt die Energie, sie auch zu verwirklichen.

 

Liebe hat einen großen Einfluss auf das Identitäts-erleben und das Selbstwertgefühl.

Im Lieben findet ein ständiger Austausch statt, wir Menschen spiegeln einander – zunächst meist in einer idealisierten Weise. Das heisst aber nicht, dass Liebende nur blind seien – gewiss, sie blenden aus – es bedeutet aber auch, dass viele der Möglichkeiten, die im anderen wirklich angelegt sind, endlich gesehen und belebt werden.

Wir werden in der Liebe einander immer wieder Rückmeldungen geben, zu unserem Erleben miteinander, aber auch zu unserem Tun und Lassen überhaupt, zu unseren Werten.

Gefühle der Identität und des Selbstwerts werden so immer wieder belebt und auch gesteigert. Es ist besonders belebend für uns, wenn unser Selbstbild positiv gespiegelt wird: Sartre war der Ansicht, dass Liebe nur dann entstehe, wenn uns jemand so ansieht, wie wir selber insgeheim möchten, dass wir gesehen werden. Wir alle kennen Menschen, die plötzlich – durch eine Liebe – überraschenden Charme und große

Ausstrahlung gewinnen. Schwierig wird es, wenn nicht mehr der freundliche, bewundernde Blick uns trifft, sondern nur noch der kritische, abwertende.

 

Liebe bedeutet auch, dass die Grenzen, die wir normalerweise um uns ziehen, offener sind; wir haben uns geöffnet in einer speziellen Weise. Aber gerade deshalb ist es wichtig, eine Grenzsensibilisierung dort vorzunehmen, wo die Grenzen dann dennoch vorhanden sind, vorhanden sein müssen.

 

Somit sind wir wieder bei der Liebe in der Individualisierungsgesellschaft angelangt.

Die Individualisierung hat uns viel gebracht, viel Freiheit. Sie bringt aber gerade dadurch auch einen Mangel an Orientierung. Liebe in dieser gesellschaftlichen Situation sei eigentlich unmöglich: was Liebe sein könnte, sein sollte – das könne nicht mehr vorausgesetzt werden. Alles müsse von den Einzelnen neu abgesprochen und verhandelt werden, so Beck. (Beck, Das ganz normale Chaos der Liebe)

Individualisierung hat in sich aber auch eine inhärente Gegentendenz, etwas Gegenläufiges. Und Karl Otto Hondrich, der Frankfurter Soziologe, ist überzeugt, dass mit der Sehnsucht nach Liebe und harmonischen Beziehungen auch die nächsten Generationen leben werden – Phantasien, die uns eigen sind, weil wir Menschen sind.

Natürlich sind diese Phantasien alte Muster, die in Literatur, in den Medien, in der Kunst verewigt werden. Das „Wagnis Liebe“, so Niklas Luhmann ist nur möglich, wenn man sich dabei „auf kulturelle Überlieferungen, literarische Vorlagen, Kunstwerke, überzeugungs-mächtige Sprachmuster und Situationsbilder, kurz: auf eine tradierte Semantik stützen kann.“

 

Eine solche literarische Vorlage zur Liebe haben wir im Hohen Lied: Das Hohe Lied (4. Jh. v. Chr.), eines der bekanntesten Liebesgedichte, stammt aus der Bibel. Es geht dabei nicht um ein einzelnes Lied, sondern um eine Sammlung von altorientalischen Liebesliedern, die auch ägyptischen Hintergrund verraten. Interessant daran ist, wie Frau und Mann sich hier vollkommen ebenbürtig auf Augenhöhe begegnen, und wie oft es die Frau ist, die eines der Lieder anstimmt und den Mann zur Liebe einlädt, wie die beiden leidenschaftlich sexuell einander begehren und einander geniessen, und in immer neuen Bildern zeigen, wie fasziniert sie voneinander sind.

Das Hohe Lied gibt uns unter anderem eine Antwort auf die Frage, was die Liebe ist. Ich zitiere das 33. Lied:

Lege mich wie ein Siegel an dein Herz,

wie ein Siegel an deinen Arm.

Denn stark wie der Tod ist die Liebe,

hart wie die Unterwelt die Leidenschaft.

Ihre Brände sind Feuerbrände,

eine mächtige Flamme.

Grosse Wasser können die Liebe nicht löschen,

Ströme schwemmen sie nicht fort.

Gäbe einer Hab und Haus für die Liebe,

würde man ihn verachten?

 

„LIEBEN BELEBT“ – 68 Künstlerinnen und Künstler, darunter 25 Jugendliche, haben die Herausforderung angenommen und dazu ganz faszinierende Kunstwerke geschaffen. 108 Werke wurden eingereicht, von denen wir 94 zeigen können. Die Jury mit unserem Museumsleiter Dr.Matthias Kunze, Claudia Graf-Rembold, Dr.Andrea Sparwasser, Monika Göbel, Johanna Klasen und Burkhard Günther – Ihnen allen sei ganz herzlich Dank gesagt! – hatte es wahrlich nicht leicht, unter der Vielzahl der bemerkenswerten Arbeiten die daraus noch einmal herausragenden und zu prämierenden Werke zu erwählen. So gilt mein Dank zunächst allen Künstlerinnen und Künstlern, die sich an unserem Kunstwettbewerb beteiligt haben und deren Werke wir hier nun ausstellen dürfen – danke! Es ist dank Ihnen eine herausragende Ausstellung entstanden!

 

Und nun zu den Preisträgern:

Zart und nur bei genauem Hinsehen und Hinspüren ist wahrnehmbar, wie die Liebe belebt. Dazu braucht es das Vertrauen, dass es das Leben, die Liebe, gut mit einem meint. Dieter Ströbel hat ein wunderbar stilles und kostbares Werk geschaffen, das den genauen Blick und das meditative Verweilen vor dem Bild fordert – dem raschen Betrachter wird es verborgen bleiben.

Ganz anders die Photokunst von Uta Weberruß: dieses Bild springt die Betrachterin/den Betrachter förmlich an und setzt sogleich einen inneren Film in Gang: ein freches, anregendes, erregendes und aufregendes Werk „ohne Titel“. Den Titel braucht es auch nicht – da sich die Betrachterin und der Betrachter schon ihre eigene Überschrift über dieses großartige Werk geben wird…

Danke, Frau Weberruß und Herr Ströbel – und Glückwunsch! Sie teilen sich heuer unseren Kunstpreis!

 

Mit der Liebe zwischen den Generationen haben sich unsere beiden Jugendkunstpreisträgerinnen

Leoni Harder und Rebecca Steinmann beschäftigt.

Leoni Harder hat in ihrem Werk die „Liebe zwischen den Fronten“ eines Paares, bei dem er in den Krieg ziehen musste und sie zuhause auf ihn wartet, verarbeitet. Dazu hat sie in ihren Familienstammbaum geschaut und dabei das faszinierende Dokument einer Liebeskarte ihres Uropas von der Front an die spätere Uroma entdeckt und auf großartige und einfühlsame Weise inszeniert.

Rebecca Steinmann hat ihr Werk schlicht mit „Generation“ überschrieben. Wie geht Leben, wie geht Lieben, wie geht Verantwortung – das Wissen darüber wird von Generation zu Generation weitergegeben und jede Generation muß es sich wieder neu aneignen und die eigenen Antworten finden – im Respekt vor den Antworten der Früheren. Diesen Lebens- und Liebesdialog zwischen den Generationen setzt Rebecca bezaubernd in Szene.

Danke, Leoni Harder und Rebecca Steinmann für diese ausgezeichneten Arbeiten! Sie/Ihr beide teilen sich heuer unseren Jugendkunstpreis!

 

Preisverleihung!

 

Mit dieser Preisverleihung ist unsere diesjährige Kunstpreisausstellung nun eröffnet! Bis zum 13.Mai lädt die Ausstellung zum Besuch ein und ich hoffe, dass viele Menschen sich die Chance nicht entgehen lassen, diese bemerkenswerte Schau rund um die Liebe zu besuchen.

Gerahmt wird unsere Kunstpreisausstellung heute durch  Frederic Sönke Scholl, dem ich sehr herzlich für die einfühlsamen Klänge danke. Das bringt mich dazu, auf das Begleitprogramm zur Ausstellung hinzuweisen. Unsere Abteilung KuKuLiMu – „Kunst – Kultur – Literatur – Musik“ lädt zu vier Konzertlesungen in das Rathaus ein – zwei im Trauzimmer und zwei im Ratssaal. Nach dem wunderbaren Neujahrskonzert dürfen wir uns auf weitere kulturelle Höhepunkte freuen – beachten Sie dazu unsere Flyer, Plakate und die Presseveröffentlichungen.

Gleiches gilt auch für die museumspädagogischen Angebote, mit denen wir junge Künstlerinnen und Künstler zur Beschäftigung mit dem Ausstellungsthema einladen werden.

Ich freue mich sehr über die Ausstellung und das Begleitprogramm, danke allen, die dazu beigetragen haben und lade Sie ein, diese Angebote zu nutzen. Gerne dürfen Sie natürlich auch durch Ihre Mitgliedschaft im Heimat- und Museumsverein Weißenhorn und Umgebung, der eben 110 Jahre alt geworden ist, das Museum und die vielfältige Arbeit des Vereins unterstützen – Flyer auch dazu liegen vorne aus.


Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit und bitte gleich wieder um selbige für  Frederic Sönke Scholl!

 

 

Ulrich Hoffmann

 


Unterlagen zum Download:


 








TERMINE

Am 10.April um 19 Uhr findet unsere Mitgliederversamlung im Gasthof Adler in Hegelhofen statt. In diesen Tagen geht Ihnen die Tagesordnung zu. Herzliche EInladung - auch an Interessierte!



Heimat - und Museumsverein 1908 e.V.

Vorstands - und Beiratssitzung

Montag, 26. März 2018

Weißenhorner Heimatmuseum, An der Mauer 2

Beginn 18.30 Uhr

 

Top 1: Kurzbericht des Vorsitzenden

Ulrich Hoffmann begrüßt die Anwesenden und bedankt sich bei Museumsleiter Dr. Matthias Kunze und bei der Kassiererin Johanna Klasen für die rege Zusammenarbeit. Ein Dank geht auch an Helmut Schuler und Gabriele Drissner für die Organisation der Aufsichten und des Postbetriebs.

Großer Dank gebührt Ute Sagawa (KuKuLiMu) für die Konzeption und Durchführung des Neujahrskonzerts und der Darbietungen, die ergänzend zu der diesjährigen Kunstausstellung „Lieben belebt“ durchgeführt werden.

Die Veröffentlichung des Bandes zu Sebastian Sailer ist für den 30. April 2018 vorgesehen.

Fest etabliert hat sich die erfolgreiche Reihe „Moderne im Schloß“ im Weißenhorner Rathaus.

 

Top 2: Kurzbericht des Museumsleiters

Dr. Kunze erinnert an den Erfolg der Herbstausstellung in Villecresnes zum Ersten Weltkrieg.

Die Weihnachtsausstellung „Weihnachten - wenn Kinderaugen glänzen“ mit vielen Raritäten aus über einhundert Jahren war gut besucht.

Es ist noch offen, ob auch in diesem Jahr eine Weihnachtsausstellung angeboten werden kann. Es ist zu diskutieren, ob stattdessen die Kunstausstellung früher angesetzt werden soll. (Siehe Top 9)

In der Nachfolge von Annika Janßen ist seit Januar Yvonne Schülke mit der Depotsanierung und Inventarisierung betraut. Das Depot ist mittlerweile komplett eingerichtet und die Rückführung der Objekte an einen „verbindlichen“ Standort ist gestartet. Bis Ende April soll das Zwischendepot aufgelöst sein. Dank an Frau Konrad und Frau Einfalt für ihre ehrenamtliche Mithilfe. Ab Herbst kann mit der Inventarisierung begonnen werden. Ein großes Lob kam von der Landesstelle.

Applaus!

Das Museum muss neu erfunden werden und auf neue Perspektiven in der Zukunft ausgerichtet sein, so Ulrich Hoffmann. Erst wenn der Stadtrat dem Großkonzept zugestimmt hat, kann die sehr aufwändige Feinkonzeption beginnen. „Das schwierigste Kapitel, die Dauerausstellung, muss passen“, sagt Dr. Kunze.

 

Top 3: Kurzbericht Frau Klasen

Die Mitgliederentwicklung hält sich die Waage. Im letzten Jahr waren es plus-minus null und 2018 bis dato vier Neumitglieder und fünf Abgänge.

 

Top 4: Kurzbericht Herr Schuler

In 2016 besuchten 3737 das Museum und letztes Jahr waren es 3838 Besucher. Zur Weihnachtsausstellung kamen 764 und zur Kunstausstellung bislang 550 Besucher. Erfreulich, dass wieder mehr Besucher zu verzeichnen sind, so der Vorsitzende.

 

Top 5: Kurzbericht Museumspädagogik

In Vertretung von Claudia Graf-Rembold berichtet Ulrich Hoffmann, dass die Kurse und Angebote sehr gut angenommen und ausgebucht sind.

 

Top 6: Kurzbericht „KuKuLiMu“ - Kunst – Kultur – Literatur – Musik

Ute Sagawa berichtet, das Einstiegskonzert im Januar war sehr gut besucht. Das Begleitprogramm zur laufenden Ausstellung - die Verbindung von Musik und Literatur - passt sehr gut und sollte auch künftig in der Art beibehalten werden. Applaus!

Um Terminüberschneidungen künftig zu vermeiden und langfristig besser planen zu können, wird die Zusammenarbeit mit dem Kulturbüro gesucht. Wünschenswert ist es, mehr Mitglieder aus den eigenen Reihen zu mobilisieren. Der Radius lässt sich sicherlich durch gezielte Werbung erweitern, sagt Erich Mennel.

In jedem Fall soll es wieder ein Neujahrskonzert geben und ein Programm im Kuen - Jahr. Applaus!

 

Top 7: Vorbereitungen Kuen – Jahr und Vorausschau auf Romfahrt 2019

Die Eröffnung zum Kuen-Jahr ist am 12. April 2019 im Weißenhorner Theater. Die Ausstellung im Weißenhorner Heimatmuseum konzentriert sich auf Familiengeschichte, soziales Umfeld, Rokoko, Heimatstadt Kuens.

Die Ausstellungseröffnung in Roggenburg ist am 17. Juli 2019.

(das künstlerisches Werk Kuens mit Leihgaben aus Weißenhorn)

Leider ist nur ein Teil der Fresken und Gemälde vor Ort zu sichten, da Renovierungsarbeiten anstehen.

Das Musikalisches Begleitprogramm organisiert Ute Sagawa u.a. mit drei lokalen und zwei internationalen Künstlern.

Der Tourenführer „Barock erfahren“ in einer Auflage von 5000 Exemplaren wird gemeinsam mit dem Landkreis erstellt und pünktlich zum Jahr 2019 veröffentlicht.

Ein erster Werbeflyer zum Kuen-Jahr mit den bereits bekannten Terminen geht Ende April an Reiseveranstalter und verschiedene Organisationen.

Die katholische Erwachsenenbildung (KEB) wird Kirchenführungen in den „Kuen-Kirchen“ durchführen und dazu Ehrenamtliche ausbilden. Es ist von der KEB angedacht, ein Symposium zu Kuen in Neu-Ulm zu veranstalten.

Möglicherweise finanziert die Schwabenstiftung die Kuen-Monographie zu dreißig Prozent mit, da sie als Begleitbuch und nicht als Katalog zur Ausstellung definiert ist.

Der Vorsitzende stellt die Reise nach Rom vor. Vierzehn Doppelzimmer sind reserviert. Patricia Thanner wird zusammen mit Dr.Matthias Kunze und Ulrich Hoffmann die Reise begleiten. Über das Halbtagesprogramm und das gemeinsame Abendessen hinaus wird es keine weitere Betreuung geben. Im Juni/Juli findet ein Treffen für Interessenten statt. Mitglieder des Vereins haben Vorrang. Die Flüge werden im kommenden Herbst über Reisebüro gebucht, jeder Teilnehmer organisiert die An und Abreise zum und vom Flughafen selbständig.

 

Top 8: Jahresplanung 2018 und Perspektiven für 2019

Die Einladung zur Mitgliederversammlung geht in den kommenden Tagen raus.

Vorläufige Jahrsplanung:

Konzert „Für immer und dich“, 19. April, 19:30 Uhr im Ratssaal

Führung durch die Ausstellung „Lieben belebt“ 20. April, 17 Uhr

Kulturnacht 9. Mai (u.a. KuKuLiMu, Gespenstergeschichte und Gespenster basteln)

Internationaler Museumstag „Motto neue Wege im Depot“ 16. Mai (Schülke, Kling)

Konzert „Von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“ 16. Mai, 19:30 Uhr im Trauzimmer

Museumsnachmittag 8. Juli (Programm zu Depot Schülke, Kunze, Günther)

Stadtgang 18. Juli, 18:00 Uhr StadtBürgerVerantwortung mit Dr.Matthias Kunze und Ulrich Hoffmann (gemeinsam mit KEB)

Eröffnung Radioausstellung 28. September

Biergartenbesuch mit den Aushilfen im Sommer

Jahresausflug „Diözesanmuseum Rottenburg“ mit Erich Mennel 15. September

Erich Mennel erläutert den Ablauf und die Kosten. Ende April/ Mai erfolgt die Vorankündigung im Stadtanzeiger. Der Vorsitzende bedankt sich bei Erich Mennel für die Organisation.

 

Top 9: Sonstiges

Dr. Kunze regt an, die Öffnungszeiten im Museum während des Jubiläumsjahres wenigstens um den Mittwochnachmittag und den Donnerstagabend zu erweitern. Mit derzeit acht Aufsichten ist das nicht zu leisten, sagt Helmut Schuler. Es müsse mehr Personal geworben werden. Die Öffnungszeiten sollten die gleichen wie in Roggenburg sein, so Erich Mennel.

Die Versammlung überlegt, den Kunstpreis früher auszuschreiben, falls es keine Weihnachtsausstellung gibt.

Ulrich Hoffmann hat die Idee, einen Stadtführer in sogenannter „leichter Sprache“ – Eva Hoffmann hat den Stadtführer bereits übersetzt - auf die homepage zu stellen. Allgemeine Zustimmung.

Dr. Kunze macht einen Ankaufvorschlag für zwei Porträts - Hans und Maria Hörmann- von Moritz Schmid zuzüglicher einer Ölskizze „Kreuzigung“ . Einstimmiger Beschluss, die Porträts anzukaufen.

 

Andrea Husmann-Sparwasser                                    Ulrich Hoffmann

Schriftführerin                                                           1. Vorsitzender



Am 2. März 2016 wurde von der Mitgliederversammlung ein neuer Vorstand                  sowie ein neuer Beirat gewählt








Die neue Vorstandschaft, von links nach rechts: Johannes Amann                (2. Vorstand), Johanna Klasen (Kassiererin), Ulrich Hoffmann                         (1. Vorstand), Nicola Spies (Konservatorin), Dr. Andrea Sparwasser (Schriftführerin)


Hier steht das aktuelle Programm der Kringel Phanatasie Werkstatt

www.kringel-weissenhorn.de